Kinder

In Deutschland leben Schätzungen zufolge 2,6 Mio. Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahren) zeitweise oder dauerhaft mit einem alkoholkranken Elternteil zusammen. Etwa 40000 bis 60000 Kinder leben bei ihren drogenabhängigen Eltern. Oft sind für diese Kinder grundlegende Kinderrechte nur noch eingeschränkt Wirklichkeit. Oft sind Rechte wie Schutz vor Verwahrlosung, angemessene Lebensbedingungen und Schutz vor Suchtstoffen nicht mehr gesichert. Die Kinder selbst haben ein bis zu sechsfach erhöhtes Risiko eine eigene Suchtstörung zu entwickeln.

Etwa ein Drittel dieser Kinder wird im Erwachsenenalter stofflich abhängig. Ein Drittel entwickelt psychische oder soziale Störungen.
Das dritte Drittel kommt – scheinbar – ohne sichtbare Schädigungen davon, doch viele von ihnen kämpfen mit Depressionen, Ängsten, psychosomatischen Störungen und nichtstofflichen Abhängigkeiten.

Kinder suchtkranker Eltern haben eine starke Neigung, sich wieder eine/n süchtige/n Partner/in zu suchen. (Quelle: http://www.nacoa.de)

extra e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, auf das Wohl der Kinder zu achten, süchtige Mütter bei der Wahrnehmung ihrer Fürsorgepflicht zu unterstützen und eine bestehende Gefährdungslage mittels erzieherischer, pädagogischer, suchttherapeutischer und psychologischer Betreuung einzuschätzen und zusammen mit den beteiligten Akteuren eine (weitere) Kindeswohlgefährdung zu vermeiden oder zu verhindern.

Grundlage für die Zusammenarbeit aller Beteiligten stellt hierbei die "Münchner Vereinbarung zum Kinderschutz gemäß § 8a Abs. 4 SGB VIII" dar, ist Maßgabe, Richtschnur und Anspruch zugleich.

 

Aufnahmebedingungen:

Es können Kinder von 0-6 Jahren zusammen mit ihrer Mutter aufgenommen werden, sofern die Mutter eine Suchterkrankung hat und das eingebundene Jugendamt eine Aufnahme befürwortet und dieser zustimmt.

Es können auch englischsprachige Kinder und ihre Mütter betreut werden.

Kinder ohne ihre Mutter können nicht aufgenommen werden. Ein Betreuungsauftrag in Abwesenheit der Mutter (auch unverschuldet z.B. durch Krankheit, Unfall, Entzug) besteht nicht. Die Mütter sind in der Regel sorgeberechtigt und allein für die Aufsicht der Kinder verantwortlich. 

Es besteht eine 24 - Stunden Betreuung siehe Leistungsvereinbarung.

Interesse an einer Aufnhame? Dann bitte hier Kontakt zu uns aufnehmen!